TRÄNEN IHRE AUGEN HÄUFIGER? URSACHEN UND TIPPS

Tränende Augen Tränende Augen
© Fotograf: photoCD
Tränende Augen

Plötzlich beginnt das Auge zu tränen und Sie wissen nicht warum? Das kann verschiedene Ursachen haben. Welche, erfahren Sie hier.

Warum tränen meine Augen so oft?

Manchmal tränen plötzlich die Augen, ohne dass man etwas Trauriges erlebt, Zwiebeln geschnitten oder einen Fremdkörper ins Auge bekommen hat. Dieses Tränen der Augen wird auch als Tränenträufeln oder Epiphora bezeichnet. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Umweltreizen und Allergien bis hin zum trockenen Auge. Tränende Augen können auch Begleiterscheinungen von Medikamenten oder von Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Rheuma sein.

Mögliche Ursachen für tränende Augen

  • Umwelteinflüsse oder Fremdkörper: Staub, trockene Luft, Fussel oder Härchen reizen das Auge. Es reagiert mit einer erhöhten Tränenproduktion, um eventuelle Reizstoffe aus dem Auge zu spülen.
  • Unverträglichkeiten und Allergien: Beim Kontakt mit Allergenen wie Pollen oder Tierhaaren beginnen die Augen ebenfalls zu tränen, da durch die Reizung die Tränenproduktion angeregt wird, um die Substanzen aus dem Auge zu entfernen.
  • Krankheiten: Diabetes mellitus, Schilddrüsenprobleme oder Rheuma können zu tränenden Augen führen. Verletzungen und Entzündungen der Hornhaut oder Bindehaut verursachen ebenfalls tränende Augen.
  • Bildschirmarbeit: Die verringerte Lidschlagfrequenz bei der Bildschirmarbeit ist ein häufiger Grund für tränende Augen. Der Tränenfilm verdunstet und reißt auf, wodurch das Auge gereizt wird und sich entzündet. Unser Nervensystem reagiert auf diese Störung mit einer vermehrten Tränenproduktion.
  • Die Einnahme verschiedener Medikamente: Psychopharmaka, Antihistaminika, Betablocker und Verhütungsmittel wie die Pille können zu trockenen, tränenden Augen führen.

Warum tränen trockene Augen?

Tränende Augen können auf unterschiedliche Krankheiten und Beschwerden hinweisen – das trockene Auge (Sicca- Syndrom) ist eine davon, so paradox es auch klingen mag. Denn dass die Tränen fließen, kann zweierlei Gründe haben:

  • Eine Reizung des Auges: Wenn die Augenoberfläche zu trocken ist, entsteht durch die Reibung des Augenlides ein Reiz. Die Tränendrüsen reagieren darauf durch eine vermehrte Produktion von Tränen, um den Feuchtigkeitsmangel auszugleichen. Das Problem: Augenoberfläche und Bindehautsack können nur eine bestimmte Menge an Flüssigkeit aufnehmen und halten. Was zu viel ist, läuft einfach über die Lidkante und die Tränen beginnen zu kullern.
  • Eine falsche Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit: Der Tränenfilm besteht aus einem wässrigen Anteil und einem Fettanteil. Genau genommen ist er in drei Schichten aufgebaut: Direkt auf der Hornhaut befindet sich eine dünne Schleimschicht (Muzinschicht), durch die die Flüssigkeit auf dem Auge besser haften bleibt. Darüber bedeckt die wässrige Tränenschicht das Auge. Für Schutz und Stabilität sorgt die Lipidschicht, die durch ihren Fettgehalt verhindert, dass die Tränen vorzeitig verdunsten oder aus dem Auge laufen. Dadurch ist der Schutzmantel stabil und hält die Augenoberfläche geschmeidig. Besteht zwischen diesen Teilen jedoch ein Ungleichgewicht, wird der Tränenfilm instabil, reißt auf und tränt aus dem Auge.

In beiden Fällen spricht man trotz des heftigen Tränenflusses von trockenen Augen, da der Tränenfilm keinen ausreichenden Schutz für das Auge bietet und die Augenoberfläche austrocknet. Ursache für eine fehlerhafte Lipidschicht kann unter anderem eine Störung der Drüsen am Augenlid sein. Bei einer Lidrandentzündung oder einer Meibomdrüsen-Dysfunktion kommt es häufig zum Symptom der tränenden Augen. Meist treten bei trockenen Augen zusätzliche Symptome auf, wie

  • Jucken, Brennen oder Kratzen im Auge
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl
  • geschwollene, verklebte Lider
  • Sehstörungen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schmerzen am Auge

Was tun bei tränenden Augen?

Wurden ernsthafte Erkrankungen bei der Untersuchung ausgeschlossen, können Sie selbst aktiv werden, um das Tränen der Augen zu reduzieren:

  • Vermeiden Sie Zugluft und stellen Sie die Klimaanlage im Raum und im Auto ab.
  • Sorgen Sie für ein angenehmes Raumklima, indem Sie regelmäßig lüften. Gegen trockene Raumluft hilft ein Luftbefeuchter.
  • Raucher sollten den Zigarettenkonsum am besten ganz aufgeben oder zumindest stark reduzieren.
  • Wer täglich vor dem Bildschirm arbeitet, sollte regelmäßige Pausen einlegen. Blinzeln Sie häufiger bewusst, um die regelmäßige Produktion der Tränenflüssigkeit anzuregen.
  • Achten Sie auf genügend Schlaf.
  • Allgemein unterstützt eine gesunde Ernährung mit vielen Vitalstoffen die Augengesundheit.
  • Trinken Sie täglich etwa 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee, um die Schleimhäute aktiv zu halten.

Steckt das Sicca-Syndrom hinter der erhöhten Tränenproduktion, können Augenbefeuchtungsmittel helfen, um die Benetzungsstörung des Auges auszugleichen. Befeuchtende Augentropfen stabilisieren den Tränenfilm und geben dem Auge Schutz vor Krankheitserregern und Eindringlingen. Liegt die Ursache in einer Entzündung der Augen, wird der Augenarzt die Beschwerden mit Medikamenten therapieren.

 

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