© Fotograf: Vladimir Voronin
Durch den Fettanteil bei Augensalben können diese die Augen über Nacht vor dem Austrocknen schützen.
Augensalben sind spezielle Augenpräparate auf Salbenbasis, die zur Behandlung von Augenbeschwerden dienen. Häufig werden bei der Herstellung wasserfreie Substanzen wie Vaseline, Wollwachs oder Paraffin als Basis verwendet, der Inhaltsstoffe wie Kortison, Antibiotika oder Vitamine zugefügt werden. Augensalben helfen bei verschiedenen Erkrankungen der Augen:
Bei trockenen Augen, auch als Sicca-Syndrom bezeichnet, dienen Augensalben als zusätzliche Behandlungsmaßnahme neben befeuchtenden Augentropfen. Tagsüber werden die Augen mit den Tropfen benetzt, nachts übernimmt die Augensalbe den Schutz der Augen.
Die typischen Beschwerden von trockenen Augen wie Jucken, Brennen und Rötung der Augen können durch eine Augensalbe gut behandelt werden. Tagsüber lindern benetzende Augentropfen die unangenehmen Symptome, nachts verhindern Augensalben das Austrocknen der Augen und eine mögliche Adhäsion der Lidinnenseite mit der Augenoberfläche. Denn während der mehrstündigen Schlafphase kann nicht ständig nachgetropft werden. Eine Augensalbe hingegen haftet aufgrund ihrer hohen Viskosität länger am Auge.
Für die Linderung von trockenen Augen eignen sich Augensalben mit diesen Wirkstoffen:
Augensalben zur Behandlung trockener Augen erhalten Sie rezeptfrei in jeder Apotheke. Achten Sie beim Kauf darauf, dass keine Konservierungsstoffe oder Phosphate enthalten sind. Vor der Verwendung von Augensalben sollten Sie die Symptome jedoch von einem Augenarzt untersuchen lassen, um eine mögliche Entzündung oder andere Augenerkrankung auszuschließen.
Zur Behandlung einer Allergie kann der Arzt Augensalben mit Cortison verschreiben. Sie sollten jedoch nur genau nach Anweisung und nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden.
Die Augensalbe wird zwischen der Innenseite des Unterlides und dem Augapfel in den Bindehautsack gestrichen. Beachten Sie dabei folgende Hinweise:
Die Anwendung erfolgt am besten vor dem Zubettgehen, damit die Salbe über Nacht ihre Wirkung voll entfalten kann. Außerdem kommt es durch die Konsistenz der Augensalbe zu einer Einschränkung des Sehvermögens, die tagsüber im Alltag stören würde. Manche Augensalben können auch auf dem Augenlid aufgetragen werden, um beispielsweise eine Rötung oder Reizung der empfindlichen Haut zu lindern.
Achten Sie unbedingt darauf, dass die Applikationsspitze des Produkts nicht in Kontakt mit dem Auge kommt. Das könnte einerseits zu Verletzungen der Bindehaut und Hornhaut führen, andererseits gelangen so Viren oder Bakterien in die Augensalbe, die eine Infektion auslösen können.
Falls Sie zusätzlich Augentropfen verwenden, sollten diese zuerst ins Auge getropft werden. Warten Sie danach je nach Produkt 15 bis 30 Minuten, bevor Sie die Augensalbe auftragen. Sollten Sie eine weitere Augensalbe anwenden wollen, sollte der Abstand zwischen beiden Anwendungen mindestens eine Stunde betragen. Sofern Ihr Augenarzt keine Anweisungen gegeben hat, finden Sie Hinweise in der Packungsbeilage.