©zinkevych - stock.adobe.com
Allergiker kennen das: Plötzlich schwellen die Augen an, beginnen zu jucken und sehen beim Blick in den Spiegel knallrot aus. Augentropfen sind dann meist das Mittel der Wahl, um die Beschwerden schnell in den Griff zu bekommen. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen und Symptome einer Allergie am Auge.
Eine Allergie entsteht meist durch einen Reiz, der das Immunsystem zu einer übermäßigen Reaktion veranlasst. Dieser Reiz wird auch als Allergen bezeichnet. Das können Pollen sein, Ausscheidungen von Hausstaubmilben oder Tierhaare, die Allergikern auch in geschlossenen Räumen Probleme bereiten, oder aber bestimmte Nahrungsmittel. Die an sich harmlose Substanz wird von der Körperabwehr fälschlicherweise beim erstmaligen Kontakt für schädlich befunden. Sobald es zu einer erneuten Begegnung kommt, fährt der Organismus sämtliche Abwehrgeschütze auf. Da die Schleimhäute der Augen sehr empfindlich sind, kommt es neben den typischen Heuschnupfensymptomen wie häufiges Niesen und einer laufenden Nase oft zu Beschwerden an den Augen. Durch verstärktes Tränen setzt sich der Körper gegen die Eindringlinge zur Wehr.
Die Beschwerden bei einer Allergie treten in der Regel an beiden Augen gleichermaßen auf. Das ist ein wichtiges Merkmal, um allergiebedingte Augenreizungen von anderen Krankheiten abzugrenzen. Typische Symptome einer Allergie an den Augen sind:
Meist treten die Beschwerden direkt nach dem Kontakt mit dem auslösenden Allergen auf. Pollenallergiker leiden beispielsweise besonders stark beim Aufenthalt im Freien. Bei einer Katzenhaarallergie beginnen die Augen hingegen in Räumen zu jucken, in denen sich eine Katze aufhält. Was ist eine allergische Konjunktivitis? Eine allergische Konjunktivitis ist eine Bindehautentzündung, die durch Allergene ausgelöst wird. Der lateinische Fachausdruck für die Bindehaut lautet Konjunktiva. Dabei handelt es sich um eine schleimhautähnliche Gewebsschicht, die das Augenlid mit dem Augapfel verbindet. Wenn Pollen, Staub oder Tierhaare die Bindehaut derart reizen, dass sie sich rötet und das Auge anschwillt, kommt es zur Entzündung. Die allergischen Augenerkrankungen werden in verschiedene Formen eingeteilt:
Ist das Auge den Reizauslösern nicht mehr ausgeliefert, bessern sich die Beschwerden meist von selbst. Während der Pollensaison oder bei längerem Aufenthalt in Räumen mit viel Staub oder Tierhaaren können nach Rücksprache mit dem Arzt Augentropfen oder Augensalben die Beschwerden lindern.
Ist tatsächlich eine Allergie die Ursache einer Bindehautentzündung, ist sie nicht ansteckend. Eine Übertragung von Krankheitserregern ist nur möglich, wenn die Bindehautentzündung durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten ausgelöst wurde. Um sicher zu gehen, können Sie während der Dauer der Beschwerden besonders auf Hygiene achten und einen Augenarzt um Rat fragen.
Bevor Sie eine Allergie eigenständig behandeln, sollten Sie lieber einen Augenarzt aufsuchen. Denn die richtige Behandlungsmethode hängt davon ab, welches Allergen für die Beschwerden verantwortlich ist. Auch die Ausprägung der Symptome spielt eine Rolle. Denn während leichte Beschwerden meist schon durch Vermeiden des Allergens besser werden, ist bei starken Beschwerden möglicherweise eine Behandlung mit Cortison notwendig.
Allgemein gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten bei einer Allergie am Auge:
Dabei wird das Immunsystem gezielt mit dem Allergen in steigender Dosierung konfrontiert, bis es darauf nicht mehr überreagiert. Grundlage jeder Therapiemethode ist jedoch, dass der Kontakt zu allergieauslösenden Reizen vermieden wird. Während des Pollenfluges sollten die Fenster geschlossen bleiben, der Kontakt zu Katzen sollte eingeschränkt werden und bei einer Hausstaubmilbenallergie ist erhöhte Sauberkeit im Haushalt angeraten, um Böden und Möbel staubfrei zu halten.