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Die Augen sind geschwollen und gerötet, am Morgen sammeln sich Krusten an den Wimpern und allgemein fühlen sich die Augen oft müde an? Dann könnten Sie bereits unter einer Lidrandentzündung, auch Blepharitis genannt, leiden. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Die Talgdrüsen des Augenlides mit ihren kleinen Öffnungen an den Lidrändern sind ein wichtiger Teil des Schutzapparats der Augen. Diese Drüsen werden Meibomdrüsen genannt. Dort findet die Produktion des öligen Filmes statt, der sich auf die Oberfläche des Tränenfilms legt und die Tränenflüssigkeit stabilisiert. Dieser Fettfilm schützt somit den wässrigen Anteil des Tränenfilms vor der Verdunstung.
Ist nun jedoch die Produktion dieses öligen Films gestört, verändert sich die Zusammensetzung des Tränenfilms. Fettreste lagern sich als eiterähnlicher weiß-gelblicher Schleim ab, was zu Verkrustungen der Wimpern und der Augenlider führen kann. Man spricht dann von einer Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD), die sehr häufig bei einer Lidrandentzündung auftritt.
Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zur Entstehung einer Lidrandentzündung führen können:
Eine Lidrandentzündung äußert sich im weiteren Verlauf meist durch typische Beschwerden:
Die Blepharitis entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum, in dem die Beschwerden erst leicht, dann zunehmend stärker auftreten.
Während eine akute Blepharitis erfolgreich mit Antibiotika oder Kortison behandelt werden kann, sind diese Arzneimittel nicht für eine langfristige Anwendung geeignet, wenn eine chronische Blepharitis behandelt werden muss. Was jedoch meist eine Linderung der Symptome bringt, ist eine tägliche Lidrandhygiene und -pflege. Die erfolgreiche Behandlung einer Lidrandentzündung beinhaltet:
Sind die Beschwerden stark ausgeprägt, sollte während der Behandlung auf die Verwendung von Kosmetika und Kontaktlinsen verzichtet werden, da sie die empfindlichen Augenlider zusätzlich reizen.
Bei der Lidrandhygiene ist es vor allem wichtig, dass sie täglich erfolgt und dauerhaft beibehalten wird. Nur so kann sich eine Besserung der Symptome einstellen. Sie erfolgt in drei Schritten: