LIDRANDENTZÜNDUNG – URSACHEN UND BEHANDLUNG

Bindehautenzündung Blepharitis
© Fotograf: blueringmedia
Blepharitis

Die Augen sind geschwollen und gerötet, am Morgen sammeln sich Krusten an den Wimpern und allgemein fühlen sich die Augen oft müde an? Dann könnten Sie bereits unter einer Lidrandentzündung, auch Blepharitis genannt, leiden. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.

Was ist eine Blepharitis?

Die Talgdrüsen des Augenlides mit ihren kleinen Öffnungen an den Lidrändern sind ein wichtiger Teil des Schutzapparats der Augen. Diese Drüsen werden Meibomdrüsen genannt. Dort findet die Produktion des öligen Filmes statt, der sich auf die Oberfläche des Tränenfilms legt und die Tränenflüssigkeit stabilisiert. Dieser Fettfilm schützt somit den wässrigen Anteil des Tränenfilms vor der Verdunstung.

Ist nun jedoch die Produktion dieses öligen Films gestört, verändert sich die Zusammensetzung des Tränenfilms. Fettreste lagern sich als eiterähnlicher weiß-gelblicher Schleim ab, was zu Verkrustungen der Wimpern und der Augenlider führen kann. Man spricht dann von einer Meibomdrüsen-Dysfunktion (MDD), die sehr häufig bei einer Lidrandentzündung auftritt.

Was sind die Ursachen einer Blepharitis?

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die zur Entstehung einer Lidrandentzündung führen können:

  • Veranlagung
  • Umweltfaktoren (z.B. Staub, Trockenheit oder Wind)
  • Alterungsprozess
  • hormonelle Veränderungen
  • Augenerkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Medikamente
  • Verwendung von Kosmetika und Pflegeprodukten
  • Rauchen
  • Heizungsluft und Klimaanlagen
  • Ernährung
  • allgemeine Erkrankungen (z.B. Rheuma, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen)

Welche Symptome hat eine Blepharitis?

Eine Lidrandentzündung äußert sich im weiteren Verlauf meist durch typische Beschwerden:

  • geschwollene und gerötete Lidränder
  • verklebte Augenlider
  • Juckreiz
  • tränende Augen
  • schuppige, verklebte Wimpern
  • Schmerzen an den Augen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Sehschwankungen
  • müde Augen
  • gerötete Bindehaut

Die Blepharitis entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum, in dem die Beschwerden erst leicht, dann zunehmend stärker auftreten.

Was kann ich gegen eine Blepharitis tun?

Während eine akute Blepharitis erfolgreich mit Antibiotika oder Kortison behandelt werden kann, sind diese Arzneimittel nicht für eine langfristige Anwendung geeignet, wenn eine chronische Blepharitis behandelt werden muss. Was jedoch meist eine Linderung der Symptome bringt, ist eine tägliche Lidrandhygiene und -pflege. Die erfolgreiche Behandlung einer Lidrandentzündung beinhaltet:

  • Eine Therapie des Reizzustandes, die durch den Augenarzt festgelegt wird. Eine akute Blepharitis wird anders behandelt als eine chronische. Letztere sollte generell regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.
  • Tägliche Lidrandhygiene inklusive Wärmebehandlung, Lidrandmassage und Reinigung der Augenlider.
  • Die Benetzung der Augenoberfläche mit Augentropfen, Salben oder Gels, die keine Konservierungsstoffe, Phosphate oder Emulgatoren enthalten.

Sind die Beschwerden stark ausgeprägt, sollte während der Behandlung auf die Verwendung von Kosmetika und Kontaktlinsen verzichtet werden, da sie die empfindlichen Augenlider zusätzlich reizen.

Wie läuft die Lidrandpflege ab?

Bei der Lidrandhygiene ist es vor allem wichtig, dass sie täglich erfolgt und dauerhaft beibehalten wird. Nur so kann sich eine Besserung der Symptome einstellen. Sie erfolgt in drei Schritten:

  1. Wärmebehandlung: Um das gestaute Sekret in den Meibomdrüsen zu verflüssigen, ist eine Behandlung mit Wärme sinnvoll. Besonders geeignet sind dafür spezielle Wärmebrillen oder Augenmasken. Durch die Wärme kann das Sekret besser aus den Drüsen abfließen.
  2. Lidrandmassage und -reinigung: Anschließend wird das flüssige Sekret vorsichtig ausmassiert. Am besten verwenden Sie dazu ein feuchtes Wattestäbchen.
  3. Reinigung: Zum Abschluss werden die Lidränder mit einem feuchten Wattepad gereinigt. Streichen Sie das Wattepad immer von außen nach innen zum Augenwinkel hin. Wichtig: Die Wattestäbchen oder Pads sollten pro Auge immer nur einmal verwendet werden.

Was ist ein Gerstenkorn?

Als Gerstenkorn wird eine akute Entzündung der Drüsen im Augenlid bezeichnet. Meist entsteht sie durch eine Infektion mit Bakterien wie Staphylokokken. Die Folge ist eine Eiteransammlung am Augenlid, ein sogenannter Abszess. Ein Gerstenkorn kann im Gegensatz zum Hagelkorn sehr schmerzhaft sein. Heilt es nicht nach ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. In der akuten Phase ist vermehrt auf Hygiene zu achten; Handtücher und Waschlappen zur Gesichtsreinigung sollten nur von einer Person benutzt und häufiger als sonst gewechselt werden.

Was ist ein Hagelkorn?

Kommt es durch den Verschluss der Talgdrüsen zu einem Sekretstau, kann schnell ein Hagelkorn (Chalazion) entstehen. Die meist schmerzlose Schwellung am Augenlid ist zwar nicht schön anzuschauen, bildet sich jedoch in der Regel von selbst wieder zurück.

 

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