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Rötungen, Pusteln, durchscheinende Äderchen - die Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die sich durch Rötungen im Gesicht äußert. Sie kann jedoch auch die Ursache für trockene, entzündete Augen sein.
Die Rosazea, auch bekannt als Rosacea oder Kupferrose, ist eine nicht ansteckende, chronisch verlaufende Entzündung der Gesichtshaut. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: „rosaceus“ bedeutet „Rötung“ und beschreibt damit das Hauptsymptom der typischen roten Flecken und Äderchen im Gesicht. Die Rosazea kann in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Bei manchen Betroffenen sind nur leichte Äderchen an den Wangen sichtbar, andere leiden unter starken Beschwerden im ganzen Gesicht.
Die Hautkrankheit tritt in Schüben auf. Oft bessern sich die Symptome nach kurzer Zeit wieder, können jedoch jederzeit wieder aufflammen.
Die Ursachen hinter einer Rosazea sind nicht eindeutig nachgewiesen. Allerdings werden verschiedene Auslöser vermutet:
Durch verschiedene Tests lässt sich herausfinden, worauf der Körper besonders reagiert. Oft bessern sich die Beschwerden, sobald der Auslöser gemieden wird.
Bei der Erkrankung weiten sich die Blutgefäße der Gesichtshaut, weshalb sich die Rosazea durch großflächige Rötungen an der Stirn, an den Wangen, am Kinn, an der Nase und manchmal auch an den Augen äußert. Typische Symptome sind:
Je nachdem, welche Symptome sich an der Gesichtshaut zeigen, an welchen Stellen sie auftreten und wie ausgeprägt sie sind, wird die Rosazea in vier Typen unterschieden:
Als mögliche Ursache für trockene Augen und gerötete Augenlider wird Rosazea jedoch oft übersehen.
Bei etwa der Hälfte aller Rosazea-Betroffenen verursacht die Hautkrankheit Beschwerden an den Augen. Die sogenannte okuläre Rosazea tritt bei manchen ausschließlich an den Augen und Augenlidern auf, andere haben zusätzlich zu den Rötungen im Gesicht Symptome im Augenbereich, wie
Durch die Rosazea-bedingte chronische Entzündung der Lidhaut kann es zu einer Verengung oder gar einem Verschluss der in den Augenlidern liegenden Talgdrüsen (Meibomdrüsen) kommen. Die Funktion dieser Talgdrüsen ist dadurch gestört und es kann zu einer Meibomdrüsen-Dysfunktion kommen. Gleichzeitig ist meist auch die Produktion der Tränenflüssigkeit beeinträchtigt. Durch die Rosazea wird nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit produziert, die Augen trocknen vorzeitig aus, sind gerötet, brennen und jucken. Langfristig kann die Augentrockenheit zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivits), Lederhautentzündung (Skleritis), Hornhautentzündung (Keratitis) und weiteren Erkrankungen führen.
Da die Symptome auch auf andere Augenerkrankungen hindeuten können, sollte beim Auftreten der Beschwerden immer ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Je nach Diagnose wird nach der Untersuchung eine geeignete Behandlung mit Medikamenten empfohlen.
Die akuten Beschwerden am Auge können Sie durch verschiedene Maßnahmen lindern:
Auch langfristig sollten die Auslöser gemieden und die Lidränder gereinigt und gepflegt werden, um erneute Beschwerden zu mildern.