© Fotograf: Edler von Rabenstein
Viele Menschen leiden unter einer leichten oder starken Kurzsichtigkeit. Sie ist eine der häufigsten Diagnosen beim Augenarzt und kann durch eine Brille gut behandelt werden. Hier erfahren Sie mehr über die weitverbreitete Form einer Fehlsichtigkeit.
Bei einer Kurzsichtigkeit, medizinisch Myopie genannt, ist die normale Funktion des Auges gestört. Bei einer Normalsichtigkeit kann das menschliche Auge das Gesehene scharf erkennen, völlig unabhängig von Lichtverhältnissen oder Entfernung. Die Lichtstrahlen werden so gebrochen, dass der Brennpunkt exakt auf der Netzhaut liegt. Bei einer Kursichtigkeit werden die einfallenden Lichtstrahlen bereits vor der Netzhaut gebündelt, was zu unscharfem Sehen führt. Kurzsichtigkeit ist eine der häufigsten Formen der Fehlsichtigkeit, unter der etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung leidet.
Ursachen sind (seltener) eine zu starke Brechkraft von Hornhaut und/oder Linse (Brechungsmyopie), eine überdurchschnittliche Länge des Augapfels (Achsenmyopie), oder eine Mischform aus beidem. In allen Fällen befindet sich der Brennpunkt vor der Netzhaut.
Ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt, erkennen Betroffene vor allem daran, dass sie weit entfernte Gegenstände nicht mehr scharf wahrnehmen können. Nahe Gegenstände werden jedoch problemlos scharf und deutlich erkannt. Folgende Beschwerden können auf eine Kurzsichtigkeit hindeuten:
Wer kurzsichtig ist, kann Gegenstände in der Nähe klar und deutlich erkennen, hat jedoch Probleme, Dinge in der Ferne zu sehen. Anders ist es bei Menschen, die unter Weitsichtigkeit leiden: Für sie erscheinen nahe Gegenstände verschwommen und undeutlich, dafür können sie weit Entferntes besser erkennen.
Beide Fehlsichtigkeiten sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer sogenannten Altersweitsichtigkeit (Presbyopie), bei der die Betroffenen ebenfalls nahe Gegenstände schlechter sehen, bzw. zunehmend eine verschwommene Sicht beim Lesen bemerken.
Die Kurzsichtigkeit wird grundsätzlich in zwei Formen unterschieden:
Da kurzsichtige Eltern die Fehlsichtigkeit vererben können, sollten schon kleine Kinder ab dem ersten Lebensjahr auf eine mögliche Kurzsichtigkeit untersucht werden.
Stellt der Augenarzt beim Sehtest eine Kurzsichtigkeit fest, ist das nicht weiter dramatisch. Die Fehlsichtigkeit kann heutzutage gut durch eine Sehhilfe korrigiert und ausgeglichen werden:
Wer unter einer Kurzsichtigkeit leidet, kann die Sehschwäche auch durch ein operatives Verfahren beheben lassen (refraktive Chirurgie). Die Kosten hierfür müssen in der Regel vom Patienten selbst übernommen werden.
Die Maßeinheit für den Brechwert heißt Dioptrien (dpt). Liegt eine Kurzsichtigkeit vor, befinden sich diese Dioptrien- Werte, die vom Augenarzt oder Optiker gemessen werden, im Minus-Bereich, haben also einen negativen Brechwert. Stellt er einen Wert von z.B. -0,25 dpt fest, handelt es sich nur um eine leichte Kurzsichtigkeit. Je höher der Wert (z.B. -4,0 dpt), umso stärker ist die Beeinträchtigung der Sehfähigkeit.