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Geschwollene Augenlider nach einer langen Partynacht oder dem Aufenthalt in einem verrauchten Raum verschwinden meist von selbst wieder. Sind die Augenlider jedoch ständig geschwollen und gerötet, könnte eine Erkrankung dahinterstecken, die behandelt werden sollte.
Da unsere empfindlichen Augen schnell auf Umwelteinflüsse und einen ungesunden Lebensstil reagieren, gibt es eine ganze Reihe an harmlosen Ursachen für geschwollene Augen:
Allerdings können auch Erkrankungen und Entzündungen am Auge die Lider anschwellen lassen:
Sind die geschwollenen Augenlider nicht nur eine vorübergehende Erscheinung von zum Beispiel zu wenig Schlaf, kann auch ein Sekretstau in der im Lidrand befindlichen Talgdrüsen zu den Schwellungen führen. Dieser kann durch eine chronische Lidrandentzündung bedingt sein, oder durch eine Infektion mit Bakterien ausgelöst werden und am betroffenen Augenlid zu einem Gerstenkorn führen.
Bei einer Lidrandentzündung können neben den geschwollenen Augenlidern noch weitere Symptome auftreten:
Halten die Symptome über einen längeren Zeitraum an, kann eine chronische Entzündung vorliegen. Die Beschwerden beginnen meist schleichend mit trockenen Augen und geröteten Augenlidern. Viele Betroffene erkennen deshalb anfangs nicht, dass sie bereits unter einer Augenerkrankung leiden. Häufig verursacht eine Meibomdrüsen-Dysfunktion einen Sekretstau in den Lidranddrüsen. Dadurch wird nicht mehr ausreichend Lipid auf die Augenoberfläche abgegeben, worduch die die Zusammensetzung des Tränenfilms aus dem Gleichgewicht gerät. Die den Tränenfilm stabilisierende Lipidschicht schützt die Tränenflüssigkeit dann nicht mehr ausreichend vor dem Verdunsten.
Eine akute Blepharitis kann in vielen Fällen durch eine Infektion mit Staphylokokken ausgelöst werden. Oft bildet sich dann eine sichtbare, lokale Schwellung am Lidrand, die als Gerstenkorn bekannt ist. Diese lokale, akute Lidrandentzündung heilt meist nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Allerdings verursacht sie oft Schmerzen am Auge und bedarf einer medikamentösen Behandlung.
Wurden die geschwollenen Augenlider durch Umwelteinflüsse, Flüssigkeitsmangel oder eine zu kurze Nacht ausgelöst, helfen meist kühlende Umschläge, viel Wasser trinken und Ausschlafen. Anders sieht es hingegen bei einer chronischen Lidrandentzündung oder Meibomdrüsen-Dysfunktion aus. Medikamente wie Augentropfen und Augensalben können bei akuten Beschwerden helfen. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch eine konsequente Lidrandhygiene, um den Sekretstau in den Drüsengängen zu lösen, Talgansammlungen zu beseitigen und die Drüsenfunktion anzuregen:
Zusätzlich ist die Befeuchtung der Augen mit Augentropfen ratsam, um den Tränenfilm zu unterstützen und die Augen vor dem Austrocknen zu schützen.