SCHIRMER-TEST: SIND DIE AUGEN ZU TROCKEN?

Linse und Pupille Linse und Pupille
© Fotograf: Kalim
Schirmer-Test: Sind die Augen zu trocken?

Um sich einen Überblick über die Gesundheit des Auges zu verschaffen, untersucht der Augenarzt das Auge vorerst mit einer Spaltlampe. Stellt sich dabei heraus, dass das Auge trocken ist, werden weitere Tests zur Diagnose einer Benetzungsstörung durchgeführt. Einer davon ist der Schirmer-Test.

Was ist ein Schirmer-Test?

Der Schirmer-Test ist eine Untersuchungsmethode, die Augenärzte häufig zur Diagnose von trockenen Augen, in der Fachsprache als Sicca-Syndrom bezeichnet, anwenden. Dadurch lässt sich eine verminderte Tränenmenge zweifelsfrei nachweisen, die dazu führt, dass die Augenoberfläche nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt wird. Benannt wurde der Schirmer-Test nach dem deutschen Augenarzt und Hochschullehrer Otto Schirmer. Weitere Methoden bei der Untersuchung von trockenen Augen sind die Messung der Aufreißzeit des Tränenfilms oder das kurzzeitige Anfärben der Augenoberfläche.

Wie funktioniert der Schirmer-Test?

Bei der Durchführung des Schirmer-Tests werden dem Patienten kleine Filterpapierstreifen in den unteren Bindehautsack geklemmt. Das Filterpapier bleibt bei geschlossenen Augen fünf Minuten im Auge und saugt sich während dieser Zeit mit Tränenflüssigkeit voll. Bei normaler Benetzung sollten nach diesen fünf Minuten mindestens ein bis zwei Zentimeter des Filterpapiers feucht sein. Ist die befeuchtete Strecke auf dem Streifen jedoch kürzer, liegt ein Mangel der wässrigen Bestandteile des Tränenfilms vor, der medizinisch behandelt werden sollte.

Beim Schirmer I Test wird das Filterpapier ohne vorherige Betäubung der Augen eingesetzt, es kommt jedoch auch der Schirmer II Test zum Einsatz. Hier erfolgt vorab eine lokale Betäubung der Augen, damit sie auf die Reizung des Papiers nicht mit einer Tränenproduktion reagieren. Bei dieser Variante wird lediglich die Basalsekretion der Tränen gemessen, die Aufschluss über die tatsächliche Tränenproduktion gibt.

Durch den Test an beiden Augen kann festgestellt werden, ob die Benetzung unterschiedlich stark oder an beiden Augen gleich gut bzw. mangelhaft ist. Der Schirmer-Test gibt jedoch keine Auskunft über die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, sondern nur über die Menge an Tränen, die während der Testphase produziert wird.

Ist der Schirmer-Test schmerzhaft?

Der Schirmer-Test ist grundsätzlich eine schmerzfreie Untersuchungsmethode. Allerdings kann das Einsetzen des Teststreifens ins Auge für manche Patienten ein wenig unangenehm sein. Um die Reizung der Augenoberfläche zu reduzieren, wird zuvor unter Umständen ein lokales Betäubungsmittel ins Auge geträufelt.

Was passiert nach der Durchführung des Schirmer-Tests?

Die weitere Behandlung hängt vom Testergebnis ab. Konnte durch den Schirmer-Test eindeutig eine Benetzungsstörung nachgewiesen werden, wird der Augenarzt eine Therapie des Sicca-Syndroms beginnen. Dazu zählt die regelmäßige Benetzung mit Augentropfen, um den Augen die Feuchtigkeit zu geben, die durch den mangelhaften Tränenfilm verloren gegangen ist.

Denn der natürliche Tränenfilm bedeckt unsere Augen und schützt sie vor Austrocknung, Krankheitserregern und Fremdkörpern. Ist der Tränenfilm intakt, besteht er aus drei Schichten: der inneren Muzinschicht (Schleimschicht), der wässrigen Schicht und der öligen Lipidschicht, die den Tränenfilm von außen stabilisiert. Gerät diese Zusammensetzung aus dem Gleichgewicht, beispielsweise durch einen Mangel der Lipidschicht oder eine zu geringe Produktion des wässrigen Anteils, haften die Tränen nicht mehr an der Augenoberfläche und das Auge wird trocken. Deshalb ist das Ziel der Behandlung, die Augenoberfläche durch Augentropfen feucht und geschmeidig zu halten und dadurch die typischen Symptome wie Jucken, Brennen oder Rötung des Auges zu lindern.

Wie kommt es zu trockenen Augen?

Die Ursachen für das Sicca-Syndrom sind vielfältig und reichen von Umwelteinflüssen bis zu krankhaften Veränderungen der Drüsen. Häufige Auslöser einer Benetzungsstörung:

  • Bildschirmarbeit, sogenanntes Office-Eye-Syndrom
  • Umweltreize wie Wind, Rauch, Feinstaub, chemische Substanzen
  • Allergien
  • Entzündungen, z.B. Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Lidrandentzündung
  • Sjögren-Syndrom
  • Vitamin-A-Mangel
  • Einnahme von Medikamenten
  • zunehmendes Alter
  • hormonelle Veränderungen, z.B. während der Schwangerschaft, der Wechseljahre oder bei Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma

Wer unter dem Sicca-Syndrom leidet, sollte Auslöser wie Zugluft, Klimaanlagen oder trockene Luft in geheizten Räumen meiden und den Augen immer wieder kurze Entspannungspausen gönnen.

 

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