PUPILLE UND LINSE

Linse und Pupille Linse und Pupille
© Fotograf: vicu9
Linse und Pupille

Schau mir in die Augen, Kleines: Wenn wir einer anderen Person in die Augen blicken, fällt uns als erstes die Iris mit der Augenfarbe auf. In der Mitte befindet sich ein schwarzer Punkt, die Pupille. Im Verborgenen dahinter liegt die Linse des Auges. Doch warum ist das Auge so aufgebaut?

Wo ist die Pupille im Auge?

Die Pupille befindet sich in der Mitte der Iris, der sogenannten Regenbogenhaut. Letztere liegt wiederum direkt vor der Augenlinse, die von außen nicht sichtbar ist. Das Wort Pupille leitet sich vom lateinischen Wort „pupilla“ ab, was übersetzt „Püppchen“ bedeutet. Diese Bezeichnung entstand, da sich der Betrachter in der Pupille seines Gegenübers verzerrt und verkleinert widerspiegelt. Dieses Spiegelbild in Miniaturform erinnert an ein kleines Püppchen.

Warum verkleinert und vergrößert sich die Pupille?

Genau genommen verändert nicht die Pupille ihren Durchmesser: Was für den Betrachter so aussieht, als würde die Pupille kleiner oder größer werden, ist eigentlich die Veränderung der Iris, die sich ähnlich wie die Blende eines Fotoapparats auf- und zuzieht. Je nach Lichtverhältnissen verkleinert oder vergrößert sich dadurch die Pupille. Das geschieht, damit nur so viel Licht ins Auge eindringt, wie die Netzhaut auch verarbeiten kann. Ist es hell, wird der Lichteinfall gebündelt, indem sich das Loch in der Mitte der Linse verkleinert. In der Dunkelheit benötigt die Netzhaut hingegen mehr Licht. Die Pupille weitet sich, um mehr Licht nach innen zu lassen.

Das geschieht durch zwei Irismuskeln: den Schließmuskel Musculus sphinkter pupillae und seinen Gegenspieler, den Musculus dilator pupillae. Sie sind in runder Form an der Rückseite der Iris angeordnet und stehen mit der Netzhaut in Kontakt. Dadurch können sie immer sofort auf die Lichtverhältnisse reagieren und die Pupille öffnen oder verengen.

Doch auch Drogen oder sexuelle Erregung sorgen dafür, dass sich der schwarze Bereich in der Mitte der Iris öffnet. Untersuchungen haben beispielsweise ergeben, dass Gesichter mit geweiteten Pupillen attraktiver erscheinen als solche mit engen Pupillen. Deshalb träufelten sich die Frauen früher den Saft der Tollkirsche ins Auge, wenn sie jemandem „schöne Augen machen“ wollten. Denn das Alkaloid Atropin aus der Tollkirsche lähmt den Muskel, der für die Schließung der Pupille verantwortlich ist. Daher kommt der wissenschaftliche Name der Tollkirsche: Atropa belladonna, abgeleitet von „schöne Frau“.

Wo ist die Augenlinse?

Die Augenlinse befindet sich direkt hinter der Regenbogenhaut und ist von außen nicht sichtbar. Sie ist beidseitig konvex gekrümmt und kann so das Licht, das durch die Pupille eintritt, dermaßen bündeln, dass auf der Netzhaut im hinteren Bereich des Auges ein scharfes Bild entsteht. Obwohl die Linse aus Kollagenfasern besteht, die auch in Haut, Knochen, Fingernägeln und Haaren vorkommen, ist sie durch eine spezielle Anordnung der Fasern komplett durchsichtig.

Die Strukturen der Augenlinse bleiben ein Leben lang fast unverändert. Sie werden bereits in der fünften Schwangerschaftswoche angelegt. Zwei spezielle Schutzproteine sorgen dafür, dass die Eiweiße der Linse nicht verklumpen und die Sicht dadurch trüben.

Was macht die Augenlinse?

Die Augenlinse sorgt für die Nah- und Ferneinstellung des Auges. Dieser Vorgang wird als Akkommodation bezeichnet. Rund um die Linse befinden sich die Zonulafasern, die sie am ringförmigen Ciliarmuskel befestigen. Bei der Kontraktion dieses Muskels erschlaffen die Zonulafasern, wodurch sich die Linse auf Naheinstellung fokussiert. Entspannt sich der Muskel, stellt sich die Augenlinse auf Fernsicht ein.

Was ist eine Linsentrübung?

Mit zunehmendem Alter kann die Augenlinse trüb werden, wodurch die Sehfähigkeit stark eingeschränkt wird. Diese Linsentrübung wird als Katarakt oder auch Grauer Star bezeichnet. Sie kann durch eine Operation behoben werden, bei der die getrübte Linse durch einen Schnitt an der Grenze zwischen Binde- und Hornhaut durch eine Kunstlinse ersetzt wird. Dieser Eingriff ist heutzutage eine Routineoperation, die etwa 700.000 Mal pro Jahr alleine in Deutschland durchgeführt wird.

Wie entsteht die Augenfarbe?

Die Iris wird auch als Regenbogenhaut bezeichnet, dabei haben wir in der Regel nur eine feste Augenfarbe. Je nach Anzahl der Melanin-Pigmente sind die Augen blau oder braun. Die Farbe entsteht durch die Lichtstreuung an den Kollagenfasern der Iris. Je mehr Pigmente vorhanden sind, umso dunkler erscheint auch die Augenfarbe.

 

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