DIE HORNHAUT DES AUGES

Die Anatomie des Auges Die Hornhaut des Auges
© Fotograf: Pixel-Shot
Die Hornhaut des Auges

Die Hornhaut des menschlichen Auges dient einerseits der Lichtbrechung, andererseits als Schutz. Dabei bemerken die meisten Menschen dieses komplexe System aus verschiedenen Zellschichten und Fasern erst, wenn eine Entzündung oder Verletzung auftritt. Ein guter Grund, sich Aufbau und Funktion einmal genauer anzusehen.

Was ist die Cornea?

Die Cornea, besser bekannt als Hornhaut des Auges, ist eine leicht gewölbte Haut, die den Augapfel an der Vorderseite überzieht. Sie ist circa 0,5 mm bis 0,7 mm dick und hat einen Durchmesser von etwa 11 mm. Zum Rand hin ist sie breiter als im Zentrum. Damit wir mit dem Auge sehen können, enthält die Hornhaut keinerlei Blutgefäße. Sie ist einerseits durchsichtig wie Glas, gleichzeitig aber auch sehr zäh und fest in ihrer Beschaffenheit.

Wie ist die Hornhaut aufgebaut?

Die Hornhaut besteht aus fünf Schichten, die keine trüben Stellen haben dürfen, da sonst die Sicht beeinträchtigt wäre:

  • Außen befindet sich das Cornea-Epithel, das aus mehreren Zellschichten besteht.
  • Dahinter liegt die Bowman-Membran, eine zellfreie Schicht aus Kollagenfasern.
  • Die dickste Schicht der Hornhaut ist das Stroma, das aus Zellen und Kollagenfasern aufgebaut ist.
  • Anschließend folgt wieder eine zellfreie Schicht aus Kollagenfasern, die Descement-Membran.
  • An der inneren Seite schließt die Hornhaut mit einer dünnen Zellschicht ab, dem inneren Cornea-Epithel.

Direkt unter der Hornhaut liegt die vordere Augenkammer, die mit Kammerwasser gefüllt ist. Außen um die Hornhaut herum befindet sich die weiße Lederhaut des Auges. Da die Hornhaut keine Blutgefäße besitzt, die Stoffwechselrückstände beseitigen und sie mit Nährstoffen versorgen könnten, ist sie auf den Sauerstoff aus der Umgebungsluft angewiesen. Die notwendigen Nährstoffe bezieht die Cornea in den äußeren Schichten aus der Tränenflüssigkeit, die inneren Hornhautschichten werden durch das Kammerwasser des Auges versorgt.

Durch ihre besondere Beschaffenheit übernimmt die Cornea zwei wichtige Funktionen:

  1. Sie schützt das Auge, z.B. vor Infektionen, Fremdkörpern, Umwelteinflüssen und UV-Licht
  2. Sie bricht das Licht. Die Hornhaut übernimmt sogar den größten Teil der Brechkraft, etwa 40 von 60 Dioptrien.

Außerdem dienen die sehr empfindlichen Nerven in der Hornhaut als Warnsystem, das lebenswichtig sein kann, beispielsweise bei Verletzungen oder einer mangelhaften Befeuchtung der Hornhaut. Denn die Nerven lösen den sogenannten Cornealreflex aus, wenn die Hornhaut mechanisch oder chemisch gereizt wird. Dadurch schließen sich die Augen unwillkürlich, wodurch die Tränenproduktion angeregt wird.

Was ist eine Hornhautverkrümmung?

Eine Hornhautverkrümmung kommt recht häufig vor und ist oft der Grund für eine Fehlsichtigkeit. Bei einem sogenannten Astigmatismus unterscheidet sich die vertikale Krümmung der Hornhaut von der horizontalen. Dadurch nimmt man beispielsweise einen Punkt als Strich wahr. Eine Hornhautverkrümmung kann bei beiden Augen unterschiedlich sein oder auch nur ein Auge betreffen.

Eher selten tritt ein Keratokonus auf, eine erblich bedingte Wölbungsanomalie der Hornhaut. Die Erkrankung betrifft meist beide Augen. Dabei wölbt sich die Hornhaut durch eine Verdünnung des Gewebes kegelförmig. Die Behandlung erfolgt meist durch eine Hornhauttransplantation.

Welche Erkrankungen der Hornhaut gibt es?

Es kann vorkommen, dass die Hornhaut durch eine Infektion entzündet ist. Als Auslöser kommen Bakterien, Viren oder Pilze infrage, aber auch chemische und mechanische Reize. Eine solche Hornhautentzündung, in der Fachsprache Keratitis genannt, äußert sich durch eine gerötete Hornhaut und starke Schmerzen am Auge. Sie sollte immer ärztlich behandelt werden, um mögliche Spätschäden zu verhindern. In der Regel kommen dafür Augentropfen und Medikamente infrage.

Ebenfalls relativ häufig tritt eine Trübung der Hornhaut auf. Das heißt, dass die eigentlich durchsichtige Cornea mit einem leichten Schleier durchzogen oder in schweren Fällen sogar ganz undurchsichtig ist. Ursachen für eine Hornhauttrübung sind beispielsweise Hornhautentzündungen, ein Hornhautödem mit vermehrten Wassereinlagerungen in der Cornea oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Eine leichte Trübung verschwindet manchmal von selbst wieder oder kann durch Medikamente behandelt werden. Manchmal ist jedoch eine Hornhauttransplantation nötig, wenn durch die Trübung eine Erblindung droht.

Was ist eine Hornhautablösung?

Von einer Hornhautablösung spricht man, wenn sich eine oder mehrere Schichten von der Hornhaut ablösen. Dies geschieht meist nur teilweise, kann jedoch starke Schmerzen verursachen und eine Beeinträchtigung des Sehvermögens zur Folge haben. Ursache ist oft ein Riss in der Hornhaut durch einen Unfall oder Fremdkörper im Auge.

Je schneller die Behandlung erfolgt, umso besser sind die Heilungschancen. Oft reichen Salben und Medikamente aus, es kann jedoch auch je nach Schwere der Schädigung eine Transplantation der Hornhaut nötig sein.

 

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